Lost In The Wild Wild West

Samstag, Dezember 23, 2006

Vorweihnacht in Orange County - Tag 4

Immer noch Meerrauschen im Hintergrund. So begann der Tag. Außerdem die Feststellung, dass das wirkliche Schöne am Zelten doch eigentlich der Fakt ist, dass man nicht so lange zu schlafen "braucht". Denn kurz nachdem die Sonne einen gewissen Stand erreicht hat, steigen die Temperaturen im Zelt dann ja auch exponentiell an und die Helligkeit tut ihr Übriges. Weiterschlafen? Nöö nöö. Vielleicht erklärt dass auch warum ich beim Frühstück aussehe wie ein Stück Presspappe und ich meine Augen geschätzte 0,4mm weit aufmachen konnte.

Beim Frühstücken wurde dann wie üblich die ausführliche Planung für den Tag gemacht. L.A.! Planung zu Ende. Dahin gings über Highway Nr.1. Eine wirklich ganz nette Strasse. Linkerhand, also westlich für die Geographen, der mit Surfern besiedelte Pazifische Ozean, rechterhand (was dann folgerichtig östlich ist) ein paar nette Hütten, wo sich das Leben vermutlich gerade so aushalten lässt. Aber man will ja nicht neidisch werden...
Irgendwann später sind wir dann in L.A. angekommen. Bei unserer äußerst ausgefuchsten Planung müssen sind wir natürlich auch nicht darauf gekommen, das wir wahrscheinlich nicht die einzigen Leute sein könnten, die Weihnachten in L.A. für nen recht guten Einfall halten. Folgerichtig wurde die Hotelsuche dann auch durch erhöhte Preise und verminderte Auswahl etwas erschwert. Nach einigem Rumfahren haben wir uns dann fürs "Best Western Redondo Beach Inn" entschieden.

Obwohl wir den Preis schon um einiges runtergehandelt hatten, war das Endergebnis... nun sagen wir mal weniger studentenfreundlich. Aber was solls. Dafür war der Ausblick dann auch nicht übel.

Einmal durchschnaufen und dann realisieren, dass es bestimmt auch nicht die schlechteste aller Ideen wäre, sich mal in Richtung Hollywood zu begeben. Gesagt getan. Nach ca. 1,5 stündiger Fahrt, durch den keineswegs amüsanten Stadtverkehr sind wir dann den Hollywood Blvd entlanggeschlendert.

Dann noch schnell die ganzen Sehenswürdigkeiten angeguckt. Kodak Theatre (da wo die Oscars verliehen werden)

Grauman's Chinese Theater (Kino mit den Fuss- und Handabdrücken von einigen Stars im "Vorhof")

und an den ganzen Sternen auf dem Walk of Fame vorbeigelaufen.

Dann haben wir beschlossen, uns mal die Hollywood Mountains aus der Nähe anzugucken, in der Hoffnung, dass wir vielleicht einen ganz netten Ausblick auf L.A. bei Nacht erhaschen können. Die Straße die wir uns dann entlanggeschlängelt haben, hört übrigens auf den Namen Mullholland Drive. Nachdem wir dann einen Parkplatz gefunden und wir das Auto verlassen hatten, blieb uns Fast die Spucke weg. Um uns herum alles Dunkel. Vor uns das hellerleuchtete Los Angeles. Bei uns völlige Ruhe. Vor uns die Geräusche einer Großstadt.

Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass das Foto die Schönheit des Augenblicks nicht mal ansatzweise wiedergibt. Später wurde noch die Autobildfunktion (äh... Selbstbildfunktion, Zeitverzögertebildaufnahmefunktion... gibts dafür eigentlich einen Namen und mir fällt der jetzt nicht ein? Hm.) ausprobiert.

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie sehen wir auf dem Bild wie ein Ehepaar aus. Haha. Nachdem wir uns das ganze Schauspiel dort oben noch ein wenig angesehen und uns anschließend durchs Freeway-Wirrwarr nach Hause geschlängelt hatten, stand die Abendplanung an. Durch Zufall hatte ich bei meinem Kanutrip eine nette junge Dame kennengelernt, die aus L.A. kommt und uns deswegen ein bisschen ein paar Tips fürs Nachtleben geben konnte. Hermosa Beach war schließlich das Ziel für den Abend. Nach kurzem Warm-Up im Hotel und Taxifahrt waren wir dann dort. Nett auch, dass gleich hinter den Clubs der Strand war.
Nachdem dieser fachgerecht von uns bewässert wurde. Gings dann rein ins Getümmel.
Leider wurde um 1.45 Uhr das Licht angemacht, da ja nach um 2 offiziell in den USA Schicht im Schacht ist. Obwohl wir aufgrund dieses dämlichen Umstandes den Abend extra früher angefangen hatten, war das für zwei Partymonster wie den Herrn Stötzer und meine Wenigkeit natürlich noch lange nicht genug. Irgendwie haben wir es dann auch tatsächlich noch auf eine Afterparty irgendwo in L.A. geschafft. Keine Ahnung wie das alles genau von statten ging, aber irgendwann zu früher Stunde haben wir es beide letztendlich wieder Erwarten tatsächlich bis zurück zu unserem Hotel geschafft. Unglaublich!

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