Lost In The Wild Wild West

Mittwoch, Dezember 27, 2006

Radio GaGa/S.F. - Tag 8

Da die Radiopanne schnellstmöglich wieder behoben werden sollte, stand zuerst der Besuch beim Honda Fachverkäufer an. Nummer eins sagte, dass er momentan nicht ans System angestöpselt sei, und mir deswegen nicht weiterführend helfen könne. Honda Fachverkäufer Nummer 2 hatte eine 30minütige Warteschlange. Nachdem wir die abgearbeitet hatten wollte der dann 130$ nur zum Ausbauen vom Radio und nachgucken haben. Ohne Reparatur. Nur gucken was los ist. Die Reparatur wurde für den Feueranzünder mit ca. 150$ angesetzt. Ach und zwei Tage das Auto dalassen bitte. Die Antwort darauf war klar: "Ich kann auch sehr gut singen." Danach gings die letzten 40 Meilen nach Norden. Wir hatten keinen Blumen im Haar wie von Scott Mckenzie vehement gefordert, aber haben uns trotzdem auf Anhieb wohlgefühlt. Nachdem wir Hotelsuche und geschicktes Feilschen inzwischen ausgiebig trainiert hatten, gabs auch wenig Probleme ein nettes Plätzchen an der Lombard Street für nen schmalen Taler zu ergattern. Kollege Petrus hatte das Wetter derweil wieder in Richtung strahlend blauer Sonnenschein eingestellt und wir haben uns in Richtung meines persönlichen Primärziels unseres Rundtrips aufgemacht. Vieles von den Sachen die auf unserem Rundtrip auf dem Plan standen hatte ich ja schon gesehen, weil ich mit meiner allerliebsten Lieblingsmama das Ganze so ähnlich schon mal gute 8 Jahre zuvor gemacht habe. Allerdings war ich damals unglaublicherweise zu faul, mir die Golden Gate Bridge mit eigenen Augen anzugucken (im Fernsehen lief irgendein NBA-Spiel, außerdem hatten wir nen schönen Swimmingpool). Aber den Haken konnte ich dann endlich an meine persönliche Noch-Zu-Machen-Liste ransetzen:
Natürlich hatte ich auch noch ein paar architektonisch weiterführende Verbesserungsvorschläge auf Lager
Auf dem folgenden Foto kann man übrigens die Enstehungsgeschichte der Golden Gate Bridge sehen.
Zuerst wurde offensichtlich versucht ein Tunnel zu bauen. Dann ist man aber auf Wasser gestoßen. Dann kam die Idee der Brücke. Nachdem das Fundament gelegt war, hat man aber festgestellt das es in die falsche Richtung gezeigt hat und es wurde schließlich ein wenig entnervt nochmal von vorn angefangen. Das Resultat davon war dann das rote Ding im Hintergrund. Wissenschaftlich erwiesen ist diese These übrigens nicht. Ich kann mir persönlich aber nicht vorstellen, dass es anders gelaufen sein könnte.
Kaum waren wir auf der Brücke angekommen wollte, wie es sich für einen Wirtschaftsingenieur gehört, die Durabilität (gibt es dieses Wort überhaupt?) der Brücke testen.
Mit letzter Kraft hab ich in gerade nochmal davon abhalten können größeren Schaden anzurichten. Interessant auch das folgende Warnschild
Um die Ecke ist ein Telefon zu finden, auf dem man kostenlos die Seelsorge anrufen kann. Der Herr Goah wusste dazu folgenden Fakt zu Ergänzen: "Die Golden Gate Bridge ist die Brücke mit den meisten Suizidversuchen."
Dort war es auch windig, wie auf einem Berg im Himalaya. Vermutlich. Genau kann ich das nicht beurteilen. Ich war noch nie im Himalaya. Aber so stell ich mir das dort vor. Windig. Naja und natürlich kälter. Und mit weniger bevölkert. Und dünnluftiger. Und irgendwie schneeiger. Und natürlich viiel bergiger. Aber halt auch windig. Hm. Überleitung? Nö! Familienfoto:
Warum ich da so tänzelig stehe weiß ich nicht. Aber die Frisur sitzt. auch ohne Drei-Wetter-Taft. Das nächste ist eines meiner persönlichen Lieblingsfotos. San Francisco auf der Zunge. Die Golden Gate Bridge auf der Brille.
Dann gings wieder zurück in Richtung Fishermans Wharf. Kleiner Stop beim In'N'Out Burger
und weiter marschiert. Kurz vor dem Sonnenuntergang haben wir die "Crookedest Street" von San Francisco erreicht.
Offiziell ist das übrigens auch ein Teil der Lombard Street. Nur halt 3 Meilen östlich von unserem Hotel. Definitiv auch ein S.F.-Muss wie ich finde. Dann sind wir weiterin Richtung nach Hause gelaufen.
Kaum dort angekommen wurde die Abendplanung festgelegt. Da wir uns eher weniger gut im Nachtleben San Franciscos auskennen, haben wir beschlossen das Ganze vorsichtshalber mal vorher anzugucken. Also sind wir mal eben zum Broadway gelaufen. Zu dieser ganzen Herumlaufen Geschichte sollte man vielleicht noch erwähnen, das es in San Francisco eigentlich nur steil bergauf und bergab geht. Warum wir die ganze Zeit gelaufen sind weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Aber San Francisco ist auch einfach eine wunderschöne Stadt, die einfach zum durchforsten einlädt. Meiner Meinung nach die schönste die ich bis jetzt in den USA gesehen hab. Naja der Broadway hat dann auch nicht so viel hergegeben wie wir uns erhofft hatten. Stattdessen sind wir dann letztendlich 5 Blocks von unserem Hotel entfernt in so eine Art Club/Bar-Mix gegangen und haben dort den Tag ausklingen lassen. Letztendlich dürfte die insgesamt zurückgelegte Tageskilometerzahl locker die 15 Kilometer Grenze durchbrochen haben.

1 Comments:

  • Hey Roman.
    Lese die ganze Zeit euer kleines Reisetagebuch. Heute habe ich mich mal animiert gefuehlt etwas zu schreiben. Der Anlass sind die Infos ueber die steilen Strassen in San Francisco. Hier in Sheffield ist es aehnlich, was man aber im Gegensatz zu S.F. einfach nicht erwartet. Ich wohne in einer der steilsten Strassen von Sheffield. Kannste ja mal bei den Fotos beim studivz schauen. Das hat mich hier echt umgehauen, weil ich es einfach nicht erwartet habe. Egal,laufe dennoch viel: haelt einen fit, macht nen knackigen Po ;)...
    Freue mich auf Weiteres.
    Liebe Gruesse.

    By Anonymous Anonym, at 10/2/07 04:48  

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