Lost In The Wild Wild West

Freitag, Oktober 20, 2006

Rock-Climbing... ein steiniger Anfang

Wieder einmal stand ein Trip mit Outdoor Adventures an. Für dieses Wochenende hatte ich mich für einen Rock Climbing Trip entschieden (Mir fällt irgendwie keine richtig gute Übersetzung dafür ein. Klettern? Bergsteigen? Es ist so weit die Wortarmut setzt ein!) Diesmal war die Abfahrt im Gegensatz zum Surftrip auf eine menschenfreundliche Uhrzeit gelegt worden (12:30). Deswegen bin ich dann am Donnerstag auch weggegangen. Inzwischen ist das ja auch eine kleine Tradition (-> Donnerstag ist der neue Samstag!) Ungünstig war nur, dass ich meine Sachen nicht gepackt hatte. Deswegen bin ich Freitag morgen verkatert aufgestanden und hab meine Sachen gepackt. Damit war ich dann auch pünktlich um 12:35 fertig. Leider war die Abfahrt nicht an meinem Haus sondern an der Uni womit noch die Frage offen war, wie ich meine Sachen schnellstmöglich zur Uni kriege. Mein Auto hinfahren ist nicht drin, weil man dort eine teuflische Summe an Parkgebühren bezahlen muss. Also hab ich David, meinen Mitbewohner gefragt ob er mich nicht fahren kann. Gott sei Dank hat er eingewilligt. Ungünstigerweise blieb Davids Auto dann aber aufgrund akuter Benzinarmut auf halber Strecke liegen. Deswegen war ich dann gezwungen mit meinen Taschen zur Uni zu laufen/rennen. Da passte es dann auch gut, dass dieser Tag mit 30° mal wieder etwas wärmer war...
Um 13:10 kam ich dann stark transpirierend und viel zu spät am Treffpunkt an. Herausragender Start. Zum Glück mussten wir noch auf einen der Mitarbeiter warten, so dass niemand ernsthaft böse auf mich war.
Nach gut zweistündiger Fahrt, die meinerseits zur Regeneration (Schnoppeln) genutzt wurde, kamen wir dann am Queen Creek Canyon an, der sich südöstlich von Phoenix befindet. Dort wurde erstmal unser Lager aufgebaut. Dann gings los zum Bouldern. Bouldern ist Klettern auf kleine Felsbrocken die drei bis fünf Meter hoch sind. Gesichert wird man dabei nicht durch Seile sondern durch andere Leute, die quasi unter einem stehen. Das Gebiet in Queen Creek zählt angeblich zu einem der beliebtesten Bouldering-Spots in den USA. Hat auch wirklich Spaß gemacht. Ich bin dann auf eigene Faust ein wenig durch die Gegend gekraxelt. Nachdem ich einen ziemlich schwierigen Fels hochgeklettert bin, wusste ich dann nicht irgendwie mehr so richtig, wie ich runterkomme, also entschied ich mich kurzerhand zum springen. 3 Meter sind nun nicht so hoch hab ich mir gedacht. Schon während des "Fluges" ist mir mein Fehler bewusst geworden. Zum Klettern hatte ich nicht gut gefederte Sportschuhe, sondern Kletterschuhe an. Kletterschuhe zeichnen sich dadurch aus das eine besonders hohe Haftung haben... und dass sie besonders dünn sind damit man ein besseres Gefühl hat. Den Rest des Wochenendes hatte ich habe ich dann mit schmerzendem linken Hacken verbracht.
Toller Anfang. Und dabei war ich noch nicht mal richtig klettern gewesen.
Zurück am Lager gabs dann Abendbrot (wieder äußerst lecker), ein bisschen Lagerfeuer und dann erwartete mich auch mein Schlafsack. Ich hatte mich wieder für Schlafen unter freiem Himmel entschieden, da die Temperaturen laut Auskunft der Betreuer ungefähr 10-15°C sein sollten. Außerdem war der Himmel wunderschön. Es gab viele Sternschnuppen und unglaublich viele Sterne. Traumhaft! Dann fielen meine Augen zu. Nachts habe ich dann komischerweise ein wenig am Kopf gefroren. Der Grund dafür sollte sich erst am nächsten Tag herausstellen...

2 Comments:

  • Du hast am Kopf gefroren...das ist doch wohl unmöglich! Deine wallende dicke lockige Haarpracht müßte deinen Kopf doch eigentlich wie eine russische Tschapka wärmen. Etwas besseres als deine Löckchen gibt es doch gar nicht...auch nicht in den USA...zur Wärmeisolation.

    By Anonymous Anonym, at 7/11/06 04:11  

  • Das kann wirklich nicht sein...du hast einfach vergessen dein Gesicht mit Locken zu zudecken.Gallier ein bißchen mehr Konzentration beim unterm freiem Himmel liegen!
    Kolo

    By Anonymous Anonym, at 9/11/06 05:27  

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